Was ist Bindungsanalyse ?

Von den ungarischen Psychoanalytikern Jenö Raffai und György Hidas wurde in den letzten Jahren eine Methode zur Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung entwickelt, die sie Bindungsanalyse genannt haben. Diese Methode stellen sie in ihrem Buch „Nabelschnur der Seele“ dar, das soeben im Psychosozial-Verlag erschienen ist.

Buchtitel

Die Bindungsanalyse ist eine neue und unvergleichliche Methode zur Harmonisierung und Vertiefung der Beziehung zwischen der Mutter und ihrem Baby. Sie hat ihre Wurzeln in der Psychoanalyse, reicht aber durch die neuen Erkenntnisse der Prä- und Perinatal-Psychologie über das vorgeburtliche Erleben des Babys weit darüber hinaus. Mit ihrer Hilfe kann die seelische und körperliche Entwicklung des Babys während der Schwangerschaft soweit gefördert werden, daß die Geburt ganz natürlich und einer geringeren Komplikationsrate verlaufen kann, also weniger belastend für Mutter und Baby ist. Damit kann späteren psychosomatischen Krankheiten vorgebeugt werden. Die Bindungsanalyse ist eine in erster Linie vorbeugende Methode.

Wie arbeitet die Bindungsanalyse?

Die Bindungsanalyse befähigt die Mutter zunehmend, sich auf die Signale ihres Babys einzustimmen. Sie kann dadurch seinen Seelenraum wahrnehmen. Die vom Baby kommenden Signale erscheinen wie traumähnliche Bilder vor dem inneren Auge der Mutter und können von ihr in Gefühle und Gedanken übersetzt werden.

Dieser Kommunikationsweg funktioniert auch umgekehrt. Das Baby wird allmählich fähig, die von der Mutter in Form von Bildern oder Phantasien geschickten Nachrichten zu entziffern und darauf zu antworten. So entsteht die Nabelschnur der Seele, durch die Mutter und Baby sich gegenseitig Seeleninhalte und Wahrnehmungen mitteilen und sie begreifen lernen. Dabei können auch bislang der Mutter unbewusste Inhalte Gehör finden, denn die Wirkungen des Unbewussten sind manchmal stärker als das bewusste Wollen.

Die Bindungsanalyse schafft eine neue Dimension, in der Mutter und Baby eine bisher noch nicht gekannte, intensive Verbindung eingehen. Sie können dadurch ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, indem sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie erweitern so die bisherigen Grenzen menschlicher Möglichkeiten. Sie sind nicht länger „passive Teilnehmer eines biologischen und psychologischen Geschehens“, sondern gestalten gemeinsam die Schwangerschaft, bereiten sich auf die Geburt und auf die Zeit danach vor.

Berichte aus Bindungsanalysen:

Für wen ist Bindungsanalyse gut?

Für Mütter und Väter.....

Für Mütter.....

Das Wesen der Bindungsanalyse

Aus der Bindungsanalyse geborene Kinder kommen reifer und mit ihrer ganzen Persönlichkeit zur Welt. Sie haben wesentlich bessere Startchancen ins Leben und eine höhere Lebensqualität. Sie sind balanciert, stabil, stark an Bindung, sie fühlen sich sofort wie zu Hause in dieser Welt. Untertags schlafen und träumen sie sich nicht zurück in den Körper ihrer Mutter, sondern beobachten, erkunden und denken viel.

„In ihrem Mundwinkel steckt ein schelmisches Lächeln. Sie wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen.“

An wen können sich Mütter und Väter wenden?

Wenn Sie das Buch schon kennen und mehr über die Bindungsanalyse erfahren möchten, können Sie sich an die nachfolgend genannten Adressen wenden. Es handelt sich dabei um Fachleuten aus verschiedenen, der Bindungsanalyse nahestehende Berufen, die von György Hidas und Jenö Raffai persönlich weitergebildet wurden und sich qualifiziert haben. Dort bekommen Sie auch konkrete Angebote für die bindungsanalytische Arbeit.

Bild Raffai

Die Autoren

György Hidas, geb. 1925 Psychiater, Lehranalytiker, ehemaliger Leiter der psychoanalytischen Abteilung des Tündérhegy Krankenhaus, Budapest Vater von drei Kindern Dr.phil.

Jenö Raffai, geb. 1954 Klinischer Psychologe, Psychoanalytiker, 20-jährige psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Erwachsenen an der Psychiatrischen Abteilung des National- Institutes für Psychiatrie und Neurologie, Budapest Vater von drei Kindern

Adressenliste (nach PLZ):

Adressenliste (alphabetisch):


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Letzte Änderung am: 21. April 2010