Publikationen

Jenö Raffai und György Hidas „Nabelschnur der Seele“ Psychosozial-Verlag

Raffai J (1997) Mutter-Kind-Bindungsanalyse im pränatalen Bereich. Int. J. of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine 9: 457-466.

Raffai J (1998) Mutter-Kind-Bindungsanalyse im intrauterinen Bereich: Die sonderbaren Ereignisse in einer seltsamen Welt. Int. J. of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine 10: 209-222.

Raffai J (1999) Die größeren Entwicklungschancen des Kindes im Mutterleib durch die Bindungsanalyse. Int. J. of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine11: 3563-364.

Weitere Literatur:

Blazy H (Hg.) Wie wenn man eine innere Stimme hört. Mattes, Heidelberg.

Schroth G (2009)
Bindungsanalyse nach Raffai und Hidas – Eine Einführung
International Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine 21 (3-4) S.343-347

Schroth G (2010)
Prenatal Bonding (BA): A Method for Encountering the Unborn, Introduction and Case Study
International Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine 25 (1), Fall 2010

Balkenhol, C und Karrasch, C (Hg.)                                                                                                                                                             Mit deiner Liebe wächst meine Seele. Einklang-Verlag

In diesem Buch wird eine neuartige Methode der Schwangerschaftsbegleitung, die sogenannte Bindungsanalyse, anhand von zahlreichen Praxisbeispielen beschrieben. Gleichzeitig erfährt der Leser sehr anschaulich wie wichtig und prägend die Zeit der Schwangerschaft für das werdende Kind ist.  Die Fallgeschichten handeln von schwangeren Frauen in verschiedenen, teils herausfordernden Lebenssituationen. Es war beeindruckend zu erfahren wie es dem Kind und den Eltern im Laufe der Schwangerschaft bis nach der Geburt ergangen ist. Die Mütter kommen teilweise selbst zu Wort und berichten über ihre Erfahrungen mit der Bindungsanalyse, die in mehreren, meist wöchentlichen Sitzungen stattfindet: „Bindungsanalyse ist deutlich mehr als nur ‚schöne Sitzungen mit dem Ungeborenen‘. Sie öffnete mir als Mutter den Weg zu dem Abschnitt meines Lebens, in dem ich selbst noch nicht geboren war und heilt viele Wunden auf sanfte Weise.“ Dieses Zitat einer Mutter beschreibt ihre Erfahrung mit dieser besonderen Form der Schwangerschaftsbegleitung. Die wichtigsten Aufgaben in der Begleitung sind die Bindungsfähigkeit zu stärken, eventuelle Defizite herauszufinden und ihre Ursachen zu suchen, die nicht selten in der eigenen vorgeburtlichen Zeit liegen. Schließlich wird die Schwangere behutsam angeleitet Kontakt zu ihrem ungeborenen Kind aufzunehmen. Dies passiert in den sogenannten „Babystunden“. Hier kommt es zu einem inneren Dialog zwischen der Mutter und ihrem Baby, der auf einer sehr tiefen emotionalen Ebene stattfindet. Einige Wochen vor der Geburt werden Mutter und Kind auf die bevorstehende körperliche Trennung und den Ablauf der Geburt vorbereitet. Höchst interessant ist die Tatsache, dass es bei den begleiteten Frauen kaum zu Frühgeburten kommt und meist eine leichtere und schnellere, natürliche Geburt erlebt wird. Das Buch umfasst auch Themen wie die Wichtigkeit der vorgeburtlichen Bindung, mütterlicher Stress und ihre Auswirkung auf das Ungeborene sowie die Vaterrolle während der Schwangerschaft. Auch die Bedeutung des Kaiserschnitts für das Baby, die Reproduktionsmedizin und das Trauma des alleingeborenen Zwillings werden eingehend behandelt. Ein Kapitel befasst sich speziell mit Schwangeren, die selbst frühe Erfahrungen sexueller Gewalt erlitten haben. Wissenschaftlich untermauert finden sich auch Beiträge über Spiegelneurone, Epigenetik und die pränatale Bindungsentwicklung aus Sicht der Gehirnforschung. Weitergehende Informationen wie Ausbildungsmöglichkeiten, Kontaktdaten und ausführliche Literaturempfehlungen befinden sich im Anhang des Buches. Ziel der Herausgeberinnen Christa Balkenhol und Christine Karrasch sowie den acht Ko-Autorinnen ist es die revolutionäre Methode der Bindungsanalyse einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Kurzgehaltene theoretische Inhalte wechseln sich mit dazu passenden Fallgeschichten ab. Das macht das Buch leicht leserlich, fesselnd und abwechslungsreich. Es enthält für werdende Eltern wichtige Informationen über das Leben und Erleben im Mutterleib und bietet wertvollen Anstoß für jene Menschen, die Mütter in der Schwangerschaft begleiten.   (Buchrezension von Stefanie Scharfmüller, Quelle: Verein Heilkreis)

Forschungsarbeiten zum Thema Bindungsanalyse:

Roos-Bindungsanalyse

Schmid_B_Masterarbeit_Schmid_mitUnterschrift

Wien_fb_18_bindungsanalyse

An werdende Eltern und Fachpersonen wendet sich dieser Ratgeber:

Schlotz S (2015)
Bauchgeflüster – Schwangerschaftsrituale für eine innige Mutter-Kind-Beziehung

„Bauchgeflüster ist (in erster Linie) ein Buch für alle werdenden Mütter,
die Lust haben, ihre Schwangerschaft gemeinsam mit ihrem Baby zu erleben,
die Anregungen suchen, wie sie die Zeit mit ihrem Baby liebevoll gestalten können und
die das Schwanger-Sein einmal aus einer völlig neuen Perspektive kennenlernen wollen.
Der Inhalt ist eine Mischung aus Wissenswertem zur förderlichen Wirkung von liebevoller Hinwendung zum Baby und ganz praktischen Anregungen: nämlich, wie eine werdende Mama Ihrem Baby vom Beginn der Schwangerschaft an bis zur Geburt eine förderliche Entwicklungsumgebung bereiten kann.

Die theoretischen Hintergründe basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Bindungsforschung, der Epigenetik, und der Medizin, und auf zehn Jahren praktischer Erfahrung mit der vorgeburtlichen Bindungsanalyse nach Hidas & Raffai.

Das Buch ist in einer liebevollen Sprache abgefasst und trotz gelegentlich schwierigerer Sachverhalte sehr gut lesbar.
Wer seinem Baby nahe sein, die Schwangerschaft genießen und wissen möchte, wie den vorgeburtlichen biologischen Vorgängen Seele eingehaucht werden kann, wird an diesem Ratgeber seine Freude haben. Auch als Geschenk sehr gut geeignet.“

Erfahrungen

„Als wir wenige Stunden nach der Geburt allein waren, griff meine Tochter nach meinem Finger und lächelte mich an.“

„(…)So geschah es auch während der Geburt. Als meine Hebamme sagte, es sei nun so weit geschafft, mein Baby müsse sich „nur" noch ein Stück drehen, sprach ich laut zu meinem Baby: „Du musst Dich jetzt nur noch ein Stück drehen, mein Schatz, dann wird es für uns beide leichter. Hierher, zu meiner Hand". Und sofort drehte sich die Kleine in die richtige Richtung.(…)“

„Oft ging ich so müde und schlapp in die Sitzung, aber wenn sie dann aufgetaucht ist und sich zu mir drehte und lächelte, dann ging die Sonne auf. Dann war die Erschöpfung verschwunden…“

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